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EL 65 − Einsatz und Verwendung

Tragbares Benzin−Elektro−Aggregat 0,63 kVA

Bei diesem Stromerzeuger treibt der EL 65 einen 12 V Gleichstrom−Nebenschlußgenerator vom Typ GGBS 0,63−86 an. Der Generator in Einlagerausführung mit abschaltbarer Reihenschlußwicklung ist über einen Gehäuseflansch mit dem Motor starr verbunden. Das Aggregat ist schwingungsisoliert in einem Rohrrahmen eingebaut. Der Schaltkasten ist mit Schwingungselementen auf dem Generator befestigt. Auf dem Schaltkasten sitzt der Tank mit einem Fassungsvermögen von 3,2 l Benzin−Ölgemisch, ausreichend für einen ca. 6−stündigen Betrieb bei Nennlast. Dieses Aggregat diente beispielsweise bei der Feuerwehr zum Betrieb von 2 Arbeitsscheinwerfern mit einer Leistung von je 100 W. Der 40 kg schwere Stromerzeuger kostete damals 1721 DDR−Mark und hatte die offizielle Bezeichnung "Benzin−Elektro−Aggregat, Gerät 8029".

EL 65 EL 65

Bei der 12V−Variante konnte der Generator als Motor zum Starten des Aggregates benutzt werden. Dazu musste eine 12V−Batterie an die Klemmen plus und minus angeschlossen werden, der Paketschalter auf "Start" gestellt, und der Startknopf gedrückt werden.
Hier ein Gerät der Feuerwehr von 1968:

EL 65

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Später gab es auch eine Variante zur Erzeugung von Einphasen−Wechselstrom, beispielsweise für die Nationale Volksarmee. Die Spannung wurde von ursprünglich 220 V später auf 225 V erhöht. Das Gerät hatte die Bezeichnung 8027. Anfangs wurden Generatoren vom Typ EGBS verwendet, später der ECB 0,63−2. Die folgenden Bilder zeigen ein solches Gerät.

EL 65 EL 65

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Das oben beschriebene Gerät gab es auch ohne Volt−und Amperemeter. Hier ein solches Aggregat aus dem Bestand der NVA in neuwertigem Originalzustand von 1984. Bei der Armee hatte dieser Stromerzeuger vom Typ 6−8017/801−0 die interne Bezeichnung GAB 0,5. Als Generator ist der ECB 0,63−2 montiert.

EL 65

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Die folgende Abbildung zeigt ein Prüfprotokoll eines Stromerzeugers mit EL 65−Motor von 1982.

EL 65

Stromerzeuger Stromer ′82

Sehr selten, und daher fast unbekannt ist diese zivile Ausführung des kleinen Stromerzeugers. Das Gerät wurde wahrscheinlich 1982 auf den Markt gebracht und besitzt lediglich eine Schuko−Steckdose. Hier ein Exemplar aus dem Bestand der Feldbahn Guben, allerdings felt der Schutzbügel.

Stromer 82

EL 65 EL 65

Nachfolgend ein sehr gut erhaltenes Aggregat von 1988. Das Gerät hat die Typenbezeichnung 6−8017/804−0. Der Generator vom Typ ECB 0,7−2 hat eine Leistung von 0,7 kVA und erzeugt eine Spannung von 225 V.

Stromer 82

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Laschenschraubmaschine

Hier ein EL 65, der bei der Deutschen Reichsbahn in der DDR eingesetzt wurde. Wie auf dem Bild zu sehen, ist die Arbeitsstellung des Motors auf der Seite liegend. Der Verwendungszweck ist noch unklar. Es könnte sich aber um ein Teil einer Laschenschraubmaschine handeln, mit der die Schienen an den Stößen mit je vier Schrauben und zwei Laschen verschraubt wurden.

EL 65

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Durchforstungsgerät K.Fo/A

Als Nachfolger des Freischneiders K.Fo mit SEL 100 kam gegen Ende der 80er Jahre das Durchforstungsgerät K.Fo/A auf den Markt. Statt dem SEL 100 hatte der Freischneider jetzt den EL 65 als Antrieb. Der Kunde hatte die Auswahl zwischen drei verschiedenen Anbaugeräten, Hackmesser, Kreissäge oder Mini−Kettensäge. Nachfolgend ein solches Gerät von 1988 mit montiertem Kreissägeblatt und einem abnehmbaren Baumanschlag über der Blattmitte. Dieser erleichterte wesentlich die Ausführung eines Fällschnittes, links ziehend, rechts schiebend. Die Produktion wurde im November 1989 eingestellt.

K.Fo/A mit Kreissägeblatt

K.Fo/A mit Kreissägeblatt K.Fo/A mit Kreissägeblatt K.Fo/A mit Kreissägeblatt

Rückensprüh− und Stäubegerät S 100

Das motorisierte Rückensprüh− und Stäubegerät S 100 vom VEB Bodenbearbeitungsgeräte Leipzig ist ein leistungsfähiges Kleingerät für den Pflanzenschutz und die Schädlingsbekämpfung. Dieses Gerät kann sowohl auf dem Rücken getragen werden, als auch mit einer Transportkarre gefahren werden. Außerdem kann es von zwei Arbeitskräften in einem speziellen Traggestell getragen werden. Man kann damit sprühen, stäuben oder nebeln. Der EL 65/128 mit dem direkt gekuppelten Radiallüfter sitzt schwingungsgedämpft in einem Rohrrahmen. Die Druckluft tritt durch einen Spiralschlauch mit Zentraldüse ins Freie. Ein Teil der Druckluft findet zur pneumatischen Spritzmittelförderung Verwendung. Die Sprühflüssigkeit wird mit Hilfe einer Schrägschnittdüse dem Luftstrom an der Zentraldüse zugeführt. Ein luftgefülltes Rückenpolster macht das Tragen des ca. 18 kg schweren Gerätes etwas angenehmer. Der Behälter für das Spritzmittel kann gegen den Staubbehälter leicht ausgewechselt werden. Der 1,5 Liter Benzin−Tank wird daran angeklemmt. Außerdem kann die Stäubedüse gegen die Sprühdüse ausgewechselt werden. Der Behälter für das Spritzmittel fasst 10 Liter und der Staubbehälter hat ca. 6 kg Inhalt. Bei einer Drehzahl von 4500 − 5000 U/min wird eine Wurfhöhe von ca. 10 m erreicht. Der leistungsfähige Ventilator fördert 640 m³/h. Das Gerät hatte einen Richtpreis von 1000 Ost−Mark. Nachfolgend ein Foto des Gerätes mit Sprühausrüstung.

S 100

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