Im Jahr 2000 entdeckten wir auf einem Bauernhof einen DFZ 632. Wir kauften das Fahrzeug für 150 DM. Der 1973 gebaute Pomssenschlepper hatte eine Straßenzulassung und wurde bis Mitte der 90er Jahre im Elbtalwerk Heidenau für den innerbetrieblichen Transport eingesetzt. Wir hatten nicht vor, den Schlepper zu restaurieren. Wir wollten lediglich ein Spaßmobil bauen, was relativ klein, und leicht zu transportieren ist. Naja, ein auffälliges Fahrzeug ist es auf jeden Fall geworden, aber bei den beiden letztgenannten Eigenschaften haben wir uns wohl etwas vertan...aber egal, dies hier soll jedenfalls kein Restaurationsbericht sein, sondern nur eine kurze Beschreibung der Umbauarbeiten an diesem Fahrzeug. Hier ein Foto des Originalfahrzeuges, so wie wir es bekommen haben.

DFZ 632 im Originalzustand Typenschild

Die einzigen Teile, die an dem DFZ 632 noch in Ordnung waren, war der Rahmen und der Motor. Der Rest war Schrott. Die beiden Krümmer waren gerissen und wurden komplett neu gebaut. Die beiden, noch völlig intakten, aber äußerst unansehnlichen Auspuffe wurden in zwei Edelstahlgehäuse eingebaut. Die flexible Verbindung zwischen Auspuff und Krümmer ist ebenfalls Eigenbau.
Als Vorderräder kommen Geländewagenreifen General Grabber AP 31x10,5−15 auf Stahlfelgen des Mercedes−Benz E300 zum Einsatz. Die hinteren Felgen hatten das Format 10x20 und sind vom LKW ROBUR. Diese Felgen wurden 10cm verbreitert, damit die Vorderreifen des Traktors ZT325A in der Größe 16/70−20 passten. Durch die wesentlich größeren Räder kann die frühere Höchstgeschwindigkeit von 28 km/h jetzt mühelos überschritten werden Hier ein Bild der hinteren Felgen vor und nach dem Umbau.

Felgen zu schmal Felgen verbreitert

Die Hinterachse haben wir nicht verändert. Da die montierten Räder wesentlich größer sind als die Originale, veränderte sich auch die Gesamtbreite des Fahrzeuges von ursprünglich 1100mm auf 1650mm. Die Vorderräder sind nicht gebremst. Die ursprünglich senkrechte Lenksäule wurde etwas schräg gestellt und mit dem Lenkrad eines Golf II bestückt. Die Schwingsitzkonsole entstammt einem LKW IFA W50. Der Sitz stammt ursprünglich von einem Geräteträger GT124. Der Tank ist aus Edelstahl genauso wie auch der Instrumententräger und die Motorhaube, die mit zwei Gasdruckfedern von der Heckklappe des Trabant Kombi geöffnet wird.

Motorhaube offen

Nach der Anfertigung vieler Kleinteile wie zum Beispiel Trittbrettern, Batteriehalterung oder Krümmerschutz aus einem Auspuffschutzgitter eines Mercedes LKW, konnte alles zusammengebaut werden.
Die erste Probefahrt war erfolgreich, genau wie die zweite. Die dritte endete nach einer (erfolgreichen!!!!) Flucht vor der Polizei, die uns ein überaus zänkischer Nachbar auf den Hals gehetzt hatte, mit einer gebrochenen Motorhalterung. Nach der Reparatur wurde der Motor, das unsynchronisierte 4−Gang Getriebe und die Hinterachse "ochsenblutrot" und der Rest lindgrün mit Original Mercedes-Benz LKW-Lack lackiert.
Nach dem Zusammenbau führte uns die erste große Ausfahrt im Sommer 2001 auf den Nürburgring zum Truck Grand Prix, wo wir es uns nicht nehmen lassen konnten, einmal eine Runde auf der Rennstrecke zu drehen.....

auf dem Nürburgring  

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vor dem Umbau vor dem Umbau Grundreinigung Grundreinigung Sitzkonsole Fahrgestell ist fertig Sitz ist fertig Tank aus Edelstahl Lenkrad vom Golf II Motorhaube Instrumententräger Motorhaube fertig zur Probefahrt fertig zur Probefahrt der erste Start während der Montage die erste Ausfahrt nach dem Lackieren komplett montiert auf dem Nürburgring Ortsfest Gersdorf 2002 Ortsfest Burkhardswalde 2004 Ortsfest Burkhardswalde 2004 zu Gast beim Feuerwehrfest Dohma 2004 Festumzug Nentmannsdorf 2001 Probefahrt zu Gast beim Ortsfestfest Gersdorf 2004 zu Gast beim Feuerwehrfest Dohma 2005 zu Gast beim Feuerwehrfest Dohma 2005 Kühlerfigur Kühlerfigur zu Gast beim Feuerwehrfest Dohma 2006 Tank und Instrumententräger Motorhaube offen Motorhaube offen Instrumententräger zu Gast beim Ortsfest Gersdorf 2007


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