Diese Baumspritze konnte mittels einer auswechselbaren Deichsel als Gespann−oder Traktor−Anhängegerät eingesetzt werden. Das 312 kg schwere Gerät diente zur Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten vor allem im Obstbau. Der EL 150 treibt hier eine Drillingspumpe an, die hinter dem 300 Liter fassenden Vorratsbehälter mit Rührwerk montiert ist. An der Vorderseite des Behälters befindet sich eine Schlauchtasche zur Aufnahme der Schläuche und Spritzrohre. Die Pumpe hatte eine Förderleistung von 33 l/min und erreichte mit einem Ausgangsdruck von 30−35 bar eine Spritzhöhe von ca. 12 Metern. Hergestellt wurde die Motorspritze beim VEB DUZ Schädlingsbekämpfungsgeräte Halle. Allerdings ist das Gerät auch in einem Katalog des VEB Bodenbearbeitungsgeräte Leipzig gelistet. Ob der Produktionsstandort gewechselt wurde, oder ob die beiden Betriebe zusammengefasst wurden, ist noch unklar. Hier ein Katalogbild von 1958.
Das folgende Bild zeigt eine Motorbaumspritze S 301 als Gespann−ausführung, mit DUZ Logo an der Seite.
Wahrscheinlich zeigt das nachstehende Foto aus den 50er Jahren eine sehr frühe, noch unverkleidete Version dieser Baumspritze im Einsatz.
Vermutlich erst ab Mitte der 80er Jahre waren in der DDR die folgenden Stromerzeuger auf dem Markt. Hier wurde der EL 150 an einen Bürstenlosen Generator vom Typ LAM 90L2−SB12 angeflanscht. Der Generator vom VEB Elektromotorenwerk Grünhain mit einer Leistung von 1,6 kW liefert 220 V Wechselspannung. Hier ein Gerät von 1987.
Dieser Pulververstäuber diente zur Bekämpfung von Schädlingen auf Feldern, im Wein−, Obst−und Hopfenbau sowie in Baumbeständen mit allen staubförmigen chemischen Mitteln und zur Bestäubung von Einzelbäumen sowie geschlossenen Anlagen. Das Gerät wurde im Normalfall von einer Person als Schubkarre gefahren. Die Radgabel konnte gegen einen zweiten Griff ausgetauscht werden. So konnte der 56 kg schwere Motorverstäuber von zwei Personen getragen werden. Dieses Gerät wurde vor allem in unwegsamen Gelände eingesetzt, wo normale gespann−oder traktorgezogene Stäubegeräte nicht mehr zu verwenden waren und es den handbetätigten Stäubern an der erforderlichen Wurfweite fehlte. Das Stäubemittel wurde aus dem Staubbehälter direkt in den Ansaugstutzen des Ventilators gefördert. Die Staubmenge konnte von 0−1,5 kg/min eingestellt werden. Der Behälter fasste ca. 10 kg und die Wurfhöhe lag immerhin bei 20 Metern. Der Motorverstäuber S 612 wurde vom VEB Bodenbearbeitungsgeräte Leipzig hergestellt. Der Motor hatte eine Anwerfrolle und wurde mit einem Lederriemen angeworfen. Der Arbeiter auf dem rechten Foto trägt diesen Anwerfriemen am Gürtel. Nachfolgend ein Bild aus einem Prospekt von 1957 und zwei Fotos aus den 50er Jahren, die den Einsatz als Schubkarre sowie als tragbares Gerät zeigen.
Das folgende Transportgerät mit EL 150 hatte den Namen Benzin−Kuli. Es existiert lediglich dieses alte Foto von 1955. Über die genaue Funktionsweise ist nichts bekannt.
1976 wurde dieser Spezial−Stromerzeuger hergestellt und war höchstwahrscheinlich auf einem Funkwagen der NVA im Einsatz. Das Aggregat mit EL 150 erzeugt eine Gleichspannung von 65 V. Nähere Informationen sind leider nicht vorhanden. Die Bezeichnung des Generators lautet wahrscheinlich GGBS 1,6−100. Es gab auch Aggregate, die 115 V und 230 V Gleichspannung erzeugt haben.
Ein Gerät für die effektive Schädlingsbekämpfung war das Motor−Mehrzweckgerät POMOSA S 135/1, das vom VEB Berliner Spezial−Geräte hergestellt wurde. Das Mehrzweckgerät war von Hand fahrbar, konnte aber auch von Pferden gezogen werden. Es fand Verwendung beim Spritzen, Sprühen und Nebeln im Obst− und Gartenbau, sowie zur Desinfektion. Das Gerät musste dafür nich umgebaut werden. Dies wurde durch einen einstellbaren Spezialzerstäuber erreicht, wobei das Gerät von nur einer Person bedient werden konnte. Die gute Beweglichkeit bei schmaler Bauart und das geringe Gewicht von nur 150 kg ermöglichten den Einsatz in Gartenanlagen und Räumen zum Spritzen, Sprühen und Nebeln. Der EL 150 trieb hier einen einstufigen Kompressor vom Typ 46/200 A mit einer Leistung von 12 m³/h bei ca. 6−7 bar an. Der Spritzmitteltank fasste 50 Liter. Das POMOSA S 135/1 hatte damals einen Richtpreis von 2570 Ost−Mark. Leider existieren keine Fotos mehr. Hier ein Katalogbild.
Die selbstansaugende Kreiselpumpe WS 32/2 mit EL 150 Motor wurde vom Apollowerk Gössnitz entwickelt und letztendlich im VEB Metallwerk Oranienburg gefertigt. Der Einsatz erfolgte vor allem im Gartenbau und in der Landwirtschaft. Über ein Getriebe 1:2,7 wurde hier vom EL 150 die erforderliche Drehzahl von 1200 U/min erreicht. Damit hatte die Pumpe eine Förderleistung von 21 m³/h bei einer Förderhöhe von 1,2 m. Die Pumpe hatte einen Richtpreis von 820,75 Ost−Mark. Hier ein Katalogbild.
Das Aggregat BeDT 2−2 (spätere Typenbezeichnung 8226)
hatte einen
Drehstromgenerator DGCIS 2−300 B mit einer Leistung von 2,5 kVA. Außerdem gab es
einen Einphasengenerator vom Typ EGCIS 2−300 B und einer Leistung von 2 kVA. In diesem Fall hatte das Aggregat die
Bezeichnung BeET 2−2 (später 8227). Es gab Versionen mit 130 V und 230 V Wechselspannung.
Die Geräte hatten ein Gewicht von ca. 100 kg. Hier ein Prospektfoto.