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EL 308 − Einsatz und Verwendung

Benzin−Elektro−Aggregat BEA 3,5

Eine andere, mit nur 115 kg wesentlich leichtere Ausführung des Stromerzeugers mit EL 308−Motor, zeigen die folgenden Bilder. Diese mit 3,5 kVA etwas leistungsfähigeren Stromerzeuger sind eine Weiterentwicklung des BEA 3 Aggregates. Hier zwei Katalogbilder aus den 80er Jahren.

BEA 3,5 BEA 3,5

Dieses Gerät wurde 1978 hergestellt und gehört zur Originalausstattung eines Feuerwehr−Hilfsrüstwagens HRW 1/1 auf einem Robur LO3000 Fahrgestell.

EL 308

Stromaggregat mit Motor EL 308 Stromaggregat mit Motor EL 308 Typenschild Generator Typenschild Stromaggregat

Ventilatoraggregat VA 60

Das Ventilatoraggregat VA 60 mit EL 308−Motor ist ein tragbares Gerät zur Be− und Entlüftung von Räumen. Hier ein Bild aus den 80er Jahren.

VTA

Diese Aggregate wurden normalerweise in einem Ventilatortransport−Anhänger HL 900.40/VTA des VEB Feuerlöschgerätewerk Görlitz, Betrieb des IFA−Kombinats Spezialaufbauten und Anhänger, untergebracht. Das folgende Bild zeigt einen solchen Anhänger.

VTA

Diese Geräte sind mittlerweile äußerst selten. In einer privaten Sammlung befindet sich dieses, sehr gut erhaltene Exemplar. Der EL 308 ist mit dem gusseisernen Sockel auf dem Standard−Traggestell montiert. Die Ventilatorwelle mit Radiallüfter ist außerhalb des Ventilators mit zwei Stehlagern gelagert, und über eine elastische Flanschkupplung mit dem Motor verbunden.

Ventilatoraggregat

Das Ventilatoraggregat VA 60 hatte einen Luftdurchsatz von 3600 m³/h. Damit war die Feuerwehr in der Lage, wirkungsvoll giftige oder explosive Gase aus beliebigen Räumen abzusaugen, oder Räume und Schächte zu belüften. An den Ventilator konnten seit Baujahr 1970 bis zu 10 flexible Stahlschläuche mit Schnellverschlüssen angekuppelt werden. Bis 1969 wurden Schnellkuppelstahlrohre mit Kniestücken verwendet. Für die Absaugung von explosiven Gasen sind im Ventilatorgehäuse Funkenschutzbleche eingebaut. Der komplette Maschinensatz wiegt 94 kg und wurde vom VEB Lufttechnischer Anlagenbau Radeberg hergestellt. Das Aggregat wurde 1980 produziert und war bis 2004 bei der Landesfeuerwehrschule Sachsen im Einsatz.

Ventilatoraggregat

Ventilatoraggregat Ventilatoraggregat Ventilatoraggregat Ventilatoraggregat

Leichtschaumgerät

Bei dem folgenden Gerät wurde der EL 308 bei der Feuerwehr zur Schaumerzeugung verwendet. Es handelt sich um ein tragbares Leichtschaumgerät LSG 4/400 T vom VEB Feuerlöschgerätewerk Apolda.

LSG

Hier die schematische Darstellung zur Schaumerzeugung:

LSG

Die folgenden Bilder zeigen ein sehr gut erhaltenes Leichtschaumgerät von 1979.

LSG

Mit diesem Gerät konnten, bei einer Zumischung von 5% Finiflam−allround Schaumbildner, bis zu 160m³ Leichtschaum pro Minute erzeugt werden. Das LSG wurde sowohl eingesetzt zur Beschäumung von Flächen und zum Ausschäumen von Räumen bei der Brandbekämpfung, als auch für die vorbeugende Beschäumung zur Verringerung der Brand−und Explosionsgefahr bei Havarien oder ähnlichen Situationen.

LSG

Ohne Wasseranschluß konnte das Gerät auch zum Belüften von Räumen verwendet werden. Der zur Verschäumung erforderliche Luftstrom wird mit einem Axiallüfter erzeugt, der direkt mit dem EL 308 verbunden ist. Das Gerät hat keinen Drehzahlregler. Die Einstellung der Drehzahl erfolgt mittels Bowdenzug über einen Handhebel, der auch bei älteren MZ−Motorrädern als Choke−Hebel verwendet wurde. In der Verkleidung ist neben einem Manometer für den Eingangsdruck auch ein mechanischer Drehzahlmesser eingebaut, der über eine Tachowelle direkt von der Kurbelwelle angetrieben wird. Unter dem Verkleidungsblech befindet sich eine Trabant−Lichtmaschine, die durch einen Keilriemen angetrieben wird und zum Betrieb des Arbeitsscheinwerfers dient. Das 123 kg schwere LSG war bei der Feuerwehr Pirna im Einsatz. Dieses Gerät hatte damals einen IAP (Industrieabgabepreis) von 3167,80 DDR−Mark.

LSG LSG LSG LSG

Weiterhin konnte mit diesem Gerät das 3,3x3,3 m große Sprungpolster SPP 12 aufgepumpt werden. Dieses Rettungsgerät besteht aus einem quaderförmigen Hohlkörper aus Polyamidseidengwebe mit Polyurethanbeschichtung und kreuzweise eingenähten Bändern Die maximale Sprunghöhe beträgt 12 m. In Verbindung mit dem LSG 4/400 T ist das Sprungpolster in ca. 60 Sekunden einsatzbereit.

Sprungpolster

Tragkraftspritze TS 3

Die TS 3 vom VEB Feuerlöschgerätewerk Luckenwalde ist durch ihre einfache Bedienungsweise und Wartung, ihr geringes Gewicht und den niedrigen Kraftstoffverbrauch unter anderem für die Landwirtschaft oder Gärtnereien, beispielsweise als Antriebsaggregat für Berieselungsanlagen, geeignet. Die Förderung erfolgt durch eine einstufige Hochdruck−Kreiselpumpe aus eloxiertem Leichtmetall.

TS 3 TS 3

Die Pumpe hat einen B−Saugstutzen und einen C−Druckausgang, der durch ein Niederschraubventil absperrbar ist. Manometer und Mano−Vakuummeter dienen der Kontrolle, ein Ablaßhahn dem Entwässern der Pumpe. Als Ansaugvorrichtung ist im Saugstutzen eine Kapselschieberpumpe mit Ölschmierung eingebaut, die durch einen Umstellhahn betätigt wird. Das 72 kg schwere Pumpenaggregat liefert ca. 250−300 Liter Wasser pro Minute. Der IAP (Industrieabgabepreis) betrug damals 1199 DDR−Mark. Die Serienproduktion begann 1958.
Die offiziell für Feuerlöschzwecke nicht zugelassene TS 3 war auch die Basis für diverse Umbauten. Der bekannteste Umbau ist wohl die Kraftstoffumfüllpumpe TS 3 K, äußerlich erkennbar am verlängerten Tragegestell wegen des größeren Abstandes von Motor und Pumpe, sowie an einem Schutzschild zwischen Motor und Pumpe. Ausgerüstet mit mineralölbeständigen Dichtungen und einem Feuerlöscher, wurden so 915 Geräte vor allem an die Staatlichen Organe, wie Volksarmee und Volkspolizei ausgeliefert.

TS 3 TS 3 TS 3 TS 3


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