Es handelt sich hierbei um einen Kompressor, der ursprünglich in einer LPG im Raum Guben im Einsatz war. Höchstwahrscheinlich war anstelle des EL 308 früher einmal ein Elektromotor montiert. Eine seltene Konstruktion ist der Rahmen des Wagens, der gleichzeitig als Luftbehälter dient und 25 Liter fasst. Der EL 308 ist auf dem Rahmen verschiebbar, um die beiden Keilriemen zu spannen. Die Riemenscheibe sitzt direkt auf der Kurbelwelle.
Die 4 Halterungen mit Flügelmuttern am Rahmen deuten darauf hin, daß das komplette Aggregat früher mit einer Schutzhaube abgedeckt war. Der Kompressor wurde 1977 im Geraer Kompressorenwerk hergestellt. Die vier massiven Tragegriffe am Rahmen sind durchaus berechtigt, immerhin wiegt das Gerät 250 kg. Der Kompressor ist derzeit noch bei der Feldbahnanlage Guben im Einsatz. Wir danken der Feldbahn Guben für die Überlassung der Fotos.
Ebenfalls in der Sammlung der Feldbahn Guben befindet sich dieser Generator. Leider ist der EL 308 nicht mehr vorhanden. Das Gerät diente bei der Deutschen Reichsbahn zur Notstromversorgung von Stellwerken. Der Generator hat eine Leistung von 4 kVA und liefert 390 V Drehstrom. An der rechten Seite ist noch ein zweiter, kleinerer Generator angeflanscht, der speziell für die Stellwerksversorgung zusätzlich eine Spannung von 24 V erzeugt.
Bei diesem Eigenbau wurde ein Stromerzeuger BEA 3,5 mit EL 308−Motor von 1979 auf einen gekürzten Multicar−Langholznachläufer montiert. Das Aggregat ist in Schmölln (Thüringen) im Einsatz.
Waggon−oder Wagenschieber wurden auf Bahnhöfen und in Betrieben mit einem internen Schienennetz zum Verschieben von Waggons eingesetzt. Zum Teil fanden sie auch als Tunnelofen−Wagenschieber in der Keramik−und Ziegelindustrie Verwendung. Es existieren leider keine Bilder von solchen Maschinen mit EL 308−Motor. Nachfolgend eine Zeichnung aus einem Prospekt von 1961.
Aus altem Werbematerial der Barkas−Werke ist ersichtlich, das der EL 308 auch als Antrieb für Kreissägen eingesetzt wurde. Auch davon gibt es leider keine Fotos, sondern nur die Zeichnung einer Pendelkreissäge aus einem Werbeprospekt.
Die Vibrationsplatte SVP 25 wurde für die Verdichtung von nichtbindigen Erdstoffen, wie Sand oder Kies, sowie von Frostschutz− Sauberkeits− und Kiestragschichten eingesetzt. Für die Verdichtung von Schwarzdecken konnte sie ebenfalls verwendet werden. Die Antriebsleistung des Motors wurde über eine Fliehkörperkupplung mittels Keilriemen auf zwei Kreisschwinger übertragen, die fest mit der unteren Schwingplatte verbunden waren. Die günstige Schwerpunktlage und die ungerichteten Erregerkräfte führten zu einer selbsttätigen, fortschreitenden Vorwärtsbewegung von max. 17 m/min. Der Motor mit Sockel, Motorplatte und Führungsstange waren durch Schraubenfedern mit der Schwingplatte verbunden, so das Motor und Bediener weitestgehend vor den Schwingungen geschützt waren. An der Schwingplatte konnten seitlich zwei Laufräder angesteckt werden um den Transport der 270 kg schweren Maschine zu erleichtern. Als Motor kam der EL 308/6 zum Einsatz. Der Kraftstoffverbrauch wurde mit 3,3 l/h angegeben. Hergestellt wurde das Gerät im VEB Baumechanik Halle−Ost. Hier eine Abbildung von 1969 und nachfolgend Bilder einer restaurierten SVP 25, Baujahr vermutlich 1978:
Nachfolgend einige Bilder einer anderen Rüttelplatte mit EL 308. Unklar ist, ob es sich um ein Originalgerät handelt, oder ob der Motor nachträglich angebaut wurde. Ein Typenschild weist auf die Allgemeine Baumaschinen GmbH Hameln hin. Als Baujahr ist 1956 angegeben.